Positionspapier Überlinger Gesprächskreis impffrei gesund


Einleitung. 1

Heutige Impfpraxis. 2

Impfstoff-Produktion. 3

Impfstoff-Sicherheit. 4

Impfstoff-Wirksamkeit. 6

Impfstoff-Schadensverdachtsfälle. 7

Herdenimmunität. 8

Aufklärungsgespräch. 9

Forderungen der Impfkritiker. 10

Zusammenfassung. 10

 

Einleitung

Dieses Positionspapier soll einen kleinen Ausschnitt der vielen quellenbasierten impfkritischen Argumente aufzeigen. Denn abseits der allgegenwärtigen Impfpropaganda, die nur positive Aspekte des Impfens benennt, veröffentlichen Wissenschaftler auf der ganzen Welt immer mehr Arbeiten, die eine andere Sichtweise auf die Impfungen einfordern.

In Deutschland sind die Bundesbehörden Robert Koch-Institut (RKI), Paul-Ehrlich-Institut (PEI) und die Gesundheitsämter sowie auf europäischer Ebene die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) für die Impfstoffe verantwortlich. Die im folgenden Text als Kontroll- und Zulassungsbehörden bezeichnet werden.

Die Impfkommissionen der Bundesländer sind für die öffentliche Impfempfehlung von Impfstoffen rechtlich zuständig. Die ständige Impfkommission des Bundes (STIKO), mit Sitz am Robert-Koch-Institut (RKI), hingegen spricht nur Empfehlungen für die Bundesländer aus (www.rki.de/stiko). Deswegen gibt es unterschiedliche Empfehlungen innerhalb Deutschlands. So empfiehlt zum Beispiel die Sächsische Impfkommission (SIKO), abgesehen von der Rotaviren Impfung, erst ab dem 3. Lebensmonat und nicht schon ab dem 2. Lebensmonat mit den Impfungen zu beginnen. Die 2. Masern-Mumps-Rötelnimpfung (MMR) wird erst ab dem 46. Lebensmonat und nicht zwischen dem 15. und 23. Lebensmonat empfohlen (www.gesunde.sachsen.de/Impfempfehlungen.html).

Weltweit gibt es eine unüberschaubare Varianz bei den Impfempfehlungen und bei vielen anderen Aspekten des Impfens. Bereits in den unterschiedlichen Empfehlungen innerhalb Deutschlands ist ersichtlich, wie wenig konsensfähiges Fachwissen über Impfungen vorhanden ist.

Heutige Impfpraxis

Impfungen sollen eine natürliche Ansteckung, ohne dass der Geimpfte daran sichtbar erkrankt, nachahmen. Dazu wird ein abgeschwächter Krankheitserreger oder Bestandteile davon, unter Umgehung der natürlichen körpereigenen Schutzmechanismen, in den Muskel gespritzt. Anfänglich wurden hierzu nur einzelne abgeschwächte Lebendimpfstoffe verwendet, welche dem natürlichen Infektionsgeschehen noch recht nahe kamen.

Die derzeitigen Mehrfachimpfungen haben dagegen nichts mehr mit einer natürlichen Ansteckung zu tun. Kinder, die gleichzeitig von mehreren Kinderkrankheiten heimgesucht werden, sind in der Kinderheilkunde nicht bekannt. Mehrfachimpfungen bringen den Organismus in eine Situation, die natürlicherweise nicht vorkommt. Verschwinden die Einzelimpfstoffe vom Markt, deren Verwendung dem natürlichen Ansteckungsgeschehen noch wesentlich näher kam, wird zudem die individuelle Impfentscheidung weiter eingeschränkt.

Die Erforschung des Immunsystems ist noch lange nicht abgeschlossen und viele bei einer Impfung ablaufende gewollte und ungewollte Reaktionen werden noch nicht verstanden (siehe Impfkompendium, aktuelle 8. Auflage, Kapitel 2.1.7 über das Immungedächtnis) . Vor allem das Wissen über das Immunsystem der Säuglinge scheint mehr als lückenhaft zu sein (DOI: 10.1038/ni.3745). Bei Mehrfachimpfstoffen wird die Erforschung der Immunantwort nochmals deutlich schwieriger und birgt ein unkalkulierbares immunologisches Risiko.

Impfstoff-Produktion

Für die Impfstoff-Produktion notwendige Hilfsstoffe, die nicht wieder vollständig im Endprodukt entfernt werden können, müssen nicht deklariert werden. So wurden Nanopartikel in nahezu allen Impfstoffen gefunden (siehe DOI: 10.15406/ijvv.2017.04.00072). Noch erschreckender ist der Fund relevanter Mengen des Unkrautvernichters Glyphosat in einigen Impfstoffen (Anthony Samsel, Labor SEAPHS, New Hampshire, USA, 29.08.2016) .

Bei auf Zellkulturen gezüchteten Impfstoffen kann eine Durchseuchung mit Fremdviren immer noch nicht vollständig ausgeschlossen werden, da nur bekannte Viren sicher erkannt und zugeordnet werden können. (siehe Impfkompendium, aktuelle 8. Auflage, Kapitel 3.4.1 Kontrolle der Roh- und Ausgangsmaterialien) .

So wurde 1960 der Simian-Virus 40 (SV40) in Zellkulturen von Nierenzellen von Rhesusaffen entdeckt, die zur Herstellung von Polioimpfstoffen verwendet wurden (PMID: 13774265). Von 1955 bis 1963 wurden Millionen Menschen damit geimpft und dabei mit SV40 infiziert. Der SV40 Virus steht im Verdacht eine Rolle bei verschiedenen Krebsarten zu spielen (siehe PMID:12623365, DOI:10.1186/1750-9378-2-13, PMID: 17620119, PMC: 1941725) . Weitere Beispiele für virale Verunreinigungen sind der Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) und der Porcine Circovirus (PCV), sowie HPV L1 DNA in Gardasil Impfstoff (siehe DOI: 10.3181/00379727-92-22538, DOI: 10.1016/j.vaccine.2011.04.087, DOI:10.1016/j.jinorgbio.2012.08.015).

Bei Impfstoffen, bei denen mit unsterblichen Zelllinien (Krebszellen) gearbeitet wird, ist eine Kontamination der Impfstoffe mit Zelllinien-DNA denkbar (HeLa: Gebärmutterhalskrebszellen 1951, WI-38: Lungenzellen von abgetriebenem Fötus 1961, MRC-5: Lungenzellen von abgetriebenem Fötus 1966).

Neuere Impfstoffe, zum Beispiel der Hepatitis-B Impfstoff, nutzen die Gentechnik. Bei diesen sogenannten rekombinanten Impfstoffen werden die Antigene mit gentechnisch veränderten Organismen hergestellt.

Die neusten Entwicklungen der Impfstoffhersteller sind die sogenannten Vektor Impfstoffe. Dabei wird Fremd-DNA in den menschlichen Organismus gespritzt. Diese Fremd-DNA wird so aufbereitet, dass diese in die menschlichen Zellen eindringen kann. Gelingt dies, stellen die Zellen die gewünschten Antikörper selbst her. Sollte diese Art von Impfstoffen zugelassen werden, kommt dies einem Experiment an der Bevölkerung, mit offenem Ausgang, gleich.

Impfstoff-Sicherheit

Da Impfungen nicht als chemische, sondern als biologische Arzneimittel eingestuft werden, gelten damit andere Zulassungsvorschriften (siehe EMEA/CHMP/VWP/164653/2005) . Leider ist der Anspruch der Zulassungsbehörden bei den Impfungen deutlich geringer, was den Nachweis der Wirksamkeit und der Risiken betrifft, als bei normalen Medikamenten, obwohl diese an kerngesunden Kindern prophylaktisch angewendet werden und tief in deren Immunsystem eingreifen.

Bei der Arzneimittelzulassung werden doppelblind-placebo-kontrollierte Sicherheitsstudien verlangt, bei der die Placebogruppe ein Scheinarzneimittel bekommt. Im Gegensatz dazu werden die meisten Impfstoffe mit bereits vorhandenen Impfstoffen oder mit dem gleichen Impfstoff ohne Antigene, aber mit allen Hilfsstoffen, verglichen (siehe Fachinformationen der Impfstoffe, über die STIKO@rki - App auch mobil abrufbar) . Die Vergleichssubstanz wird dann irreführend als Placebo bezeichnet. Dadurch fallen alle unerwünschten Nebenwirkungen, die auf Grund der Hilfsstoffe entstehen, statistisch heraus. Die Umdeutung des Begriffes Placebo ist eine Täuschung der Bevölkerung. Nach heutigem Stand der Wissenschaft sind bei derartigen Zulassungsverfahren, Studien mit Kontrollgruppen, die kein echtes Placebo, also kein Scheinarzneimittel ohne Wirkung erhalten, abzulehnen.

Für viele Hilfsstoffe in Impfstoffen existieren keine Sicherheitsstudien für die Verabreichung mittels Spritze und in den Zulassungsverfahren wird, wie oben dargelegt, ihre Sicherheit nicht überprüft. Da sich darunter Substanzen wie Aluminiumverbindungen (siehe DOI: 10.1016/j.jinorgbio.2017.12.015) befinden, bedeutet dies eine nicht hinnehmbare Sicherheitslücke im Zulassungsverfahren.

Die Teilnehmer an den Sicherheitsstudien sind handverlesen. So werden zum Beispiel Personen mit Impfnebenwirkungen in der Familie oder mit Vorerkrankungen ausgeschlossen. Ebenso werden die Studien oft nicht in der Bevölkerungsgruppe durchgeführt, die dann geimpft werden soll. Nur die in den Sicherheitsstudien (ohne echtes Placebo!) gefundenen Nebenwirkungen werden in den Fachinformationen mit Häufigkeiten angegeben, obwohl sich diese Häufigkeiten statistisch nicht auf die gesamte Bevölkerung sinnvoll übertragen lassen.

Laut der EU-Richtlinie "Guideline on clinical evaluation of new vaccines" (siehe EMEA/CHMP/VWP/164653/2005) müssen nur Nebenwirkungen (ohne echtes Placebo!) bis zu einer Häufigkeit von 0,1-1% erkannt werden. Da die meisten Ärzte Impfungen als absolut harmlos einstufen, würden derartige Vorkommnisse, bis hin zu Todesfällen, vermutlich erst sehr spät der Impfung zugeordnet werden können. Dies könnte bedeuten, dass bei circa 700000 Kindern pro Jahr, die in Deutschland geboren werden, theoretisch bis zu 7000 schwer geschädigte Kinder des betroffenen Jahrgangs zu beklagen sein könnten.

Die in der oben genannten EU-Richtlinie von den Herstellern geforderten Anwendungsbeobachtungen zur Erfassung seltener Nebenwirkungen, nach Einführung eines neuen Impfstoffes, mit einer Häufigkeit kleiner 1% sind unbrauchbar. So wurde laut einer Studie zwischen 2008 und 2010 in deutschen Arztpraxen 558 Anwendungsbeobachtungen durchgeführt. Nur fünf Studien davon wurden veröffentlicht. Darin wurde keine einzige unerwünschte Nebenwirkung aufgeführt (siehe DOI: 10.1136/bmj.j337).

Der führende Immunologe Prof. Yehuda Shoenfeld, welcher auch durch seine Arbeiten zum ASIA-Syndrom (autoimmune/inflammatory syndrome induced by adjuvants) bekannt wurde, widerspricht der offiziellen Darstellung der Kontroll- und Zulassungsbehörden bezüglich der Kontraindikationen beim Impfen. Ohne belastbare Daten werden die Kontraindikationen immer weiter aufgeweicht. Er konnte nachweisen, dass Personen mit einer früheren Autoimmunreaktion, mit einer Autoimmunerkrankung, mit bekannten allergischen Reaktionen oder mit bekannten Autoimmunerkrankungen innerhalb der Familie ein deutlich erhöhtes Risiko aufweisen, durch eine Impfung selbst an einer bzw. an einer weiteren Autoimmunerkrankung zu erkranken (DOI:10.1016/j.phrs.2014.08.002).

Wechselwirkungen der zunehmenden Anzahl von Impfungen werden nicht untersucht. Dies wäre aus Sicherheitsgründen jedoch dringend erforderlich, zumal die Impfungen in immer kürzeren Abständen und zum Teil sogar gleichzeitig verabreicht werden (im 2. Lebensmonat z.B. Rotarix, Infanrix Hexa, Prevenar, darin enthalten sind Impfstoffbestandteile gegen 8 Krankheiten bzw. 16 Erregerstämme, STIKO Empfehlung Stand 2018) .

Ein weiteres Sicherheitsrisiko stellen die nicht untersuchten Wechselwirkungen der Impfungen mit Medikamenten dar, die ebenfalls in das Immunsystem eingreifen. So führen zum Beispiel die sehr häufig verordneten Fiebersenker, die teilweise prophylaktisch nach Impfungen verordnet werden, zu einer schlechteren Immunantwort (DOI: 10.1371/journal.pone.0020102).

Die Zulassungsstudien werden durch die Hersteller finanziert. Interessenkonflikte zwischen Zulassungs- und Kontrollbehörden, Impfstoffentwicklern sowie drittmittelfinanzierten Instituten und Universitäten sind an der Tagesordnung. Die Mehrzahl der 16 Mitglieder der ständigen Impfkommission des Bundes (STIKO) weisen Interessenkonflikte auf. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), die aus europäische Ebene für die Impfstoffzulassung verantwortlich ist, wird zu fast zwei Dritteln von der Pharmaindustrie finanziert. (siehe z.B. Antikorruptionsorganisation Transparency International Deutschland, „Schweinegrippe - Impfung: Transparency kritisiert potenzielle Interessenkonflikte und intransparente Entscheidungsprozesse bei der ständigen Impfkommission STIKO") .

Impfstoff-Wirksamkeit

Bei der Zulassung wird tatsächlich kein Wirknachweis gefordert, dass die Impfung vor einer Erkrankung schützt. Lediglich sogenannte Surrogatmarker müssen während der Zulassung glaubhaft dargelegt werden. Surrogatmarker sind beliebige Laborparameter, die sich durch die Impfung nachweislich verändern und durch deren Messung eine Schutzwirkung vor Erkrankung vermutet wird. Die bekanntesten und gebräuchlichsten Surrogatmarker sind die Antikörper. Durch den Anstieg der Antikörper wird jedoch nur sicher dokumentiert, dass das Immunsystem Kontakt mit einem Erreger hatte.

Laut Fachliteratur, Kontroll- und Zulassungsbehörden sagen die Antikörper nicht zwingend etwas über den Schutz vor Erkrankung aus (siehe zum Beispiel Impfkompendium, aktuelle 8. Auflage, Kapitel 2.1.7 zur den Antikörpertitern bzw. Kapitel 3.5 Tabelle 3.2 Qualitative Korrelate für einen Impfschutz) . Auch hier wurde wieder eine Begriffsumdeutung vollzogen. Die Aussage „Die Impfung wirkt“ heißt übersetzt, ein Laborparameter lässt vermuten, dass die Impfung schützt. Die Reduzierung des Immunsystems auf Antikörper und Antigene, vor allem in den Massenmedien, ist irreführend.

Für viele Kinderkrankheiten existieren Aufzeichnungen über die Sterblichkeitsraten seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Die überwiegende Anzahl der Impfungen wurde nach 1960 eingeführt. In der Zeit bis zur Einführung der Impfungen, bei denen solche Aufzeichnungen existieren, kann gezeigt werden, dass die Sterblichkeitsraten bereits um bis zu 99 % zurückgegangen waren (siehe zum Beispiel das Buch „Impffibel“, 1964, W. Ehrengut, Tabelle 12) .

Den Rückgang der Kindersterblichkeit allgemein als Argument für die Wirksamkeit der Impfungen anzuführen ist somit unseriös und unwissenschaftlich. Man müsste zumindest mit einer Krankheit vergleichen gegen die es keine Impfung gibt. So hat zum Beispiel die Sterblichkeit bei Scharlach (Statistische Bundesamt, Gesundheitsberichterstattung) , auch ohne Impfung, in gleicher Weise abgenommen.

Zur Wirksamkeit der Impfprogramme in Deutschland schrieb die stellvertretende Abteilungsleiterin der Abteilung Impfprävention (FG 33) am Robert Koch-Institut (RKI), Frau Dr. Annette Siedler: „Momentan sind die in Deutschland verfügbaren Routinedaten nicht ausreichend, um die Wirksamkeit von Impfprogrammen zu evaluieren.“ (siehe Bundesgesundheitsblatt 11/2009, S. 1013). Am 31.08.2015, bestätigte Frau Dr. Siedler den Sachverhalt nochmals bei einer Anhörung im Sächsischen Landtag (Protokoll, 31.08.2015, Raum A600, 10:02 bis 12:41 Uhr) .

Entgegen der Begriffsdefinition der Wirksamkeit durch die Kontroll- und Zulassungsbehörden, wird der Begriff Wirksamkeit in der Bevölkerung als gesundheitlicher Nutzen im Vergleich zu Ungeimpften wahrgenommen. Eine Impfung, die eine Erkrankung verhindert, muss nicht zwangsläufig auch einen gesundheitlichen Nutzen bringen, da auch Nebenwirkungen zu erwarten sind.

Impfstoff-Schadensverdachtsfälle

Seit dem 1. Januar 2001 gilt in Deutschland das Infektionsschutzgesetz (IfSG) und damit erstmals eine umfassende Meldepflicht von ungewöhnlichen Impfreaktionen (IfSG §6). Die Meldepflicht gilt für Ärzte und Heilpraktiker.

Durch die Erhebung aller über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigungen will der Gesetzgeber aussagekräftige Zahlen der durch Impfungen hervorgerufenen Risiken ermitteln. Der Gesetzgeber sieht ein Bußgeld von bis zu 25.000€ bei Unterlassung vor.

Medizinstudenten wird gelehrt, dass Impfungen hoch wirksam seien und nahezu keine Nebenwirkungen aufwiesen (siehe Webseite des Bundesverbands der Kinder- und Jugendärzte: "Bei den heute in Deutschland empfohlenen und zugelassenen Impfstoffen, sind – bei Beachtung der Kontraindikationen – solche Komplikationen nicht zu erwarten."). Auf diese Weise geprägt, lehnen die meisten Ärzte bereits den Gedanken an eine Impfnebenwirkung ab.

Dies nimmt immer absurdere Züge an. So ist die Anzahl der Meldungen von unerwünschten Impfnebenwirkungen durch Pharmareferenten höher als die Meldungen der impfenden Ärzte. Pharmareferenten sind ebenfalls verpflichtet, den Verdacht einer unüblichen Impfreaktion zu melden, allerdings auf Grundlage des Arzneimittelgesetzes (AMG). Dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) ist dieser Sachverhalt bekannt: „(...) 411 der 3.919 Meldungen (10,5%) wurden über die Gesundheitsämter entsprechend der Vorgaben des IfSG mitgeteilt. (...) Die Hälfte der Meldungen erhielt das PEI, wie auch in den Jahren zuvor, durch die Zulassungsinhaber. (...)" (siehe Bulletin zur Arzneimittelsicherheit 1/2017, S. 19 ).

Selbst die Kontroll- und Zulassungsbehörden gehen von einer Untererfassung der möglichen unerwünschten Nebenwirkungen aus. Die Größenordnung der Untererfassung ist nicht bekannt. Lasek et al. schätzten, dass nur 5% der schweren Nebenwirkungen erfasst werden, das heißt dass die Anzahl der tatsächlichen Nebenwirkungen um mindestens das 20-fache höher ist als die Zahl der erfassten Fälle (siehe Bundesgesundheitsblatt 4/2002, S. 353).

Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) ist auch die Anzahl der verabreichten Impfdosen unbekannt: „Da die Untererfassung der Meldungen von Impfkomplikationen nicht bekannt oder abzuschätzen ist und keine Daten zu verabreichten Impfungen als Nenner vorliegen, kann keine Aussage über die Häufigkeit bestimmter unerwünschter Reaktionen gemacht werden.“ (siehe Bundesgesundheitsblatt 12/2004, S. 1161) .

Eine Abschätzung der in der Bevölkerung, unter realen Bedingungen, auftretenden Impfnebenwirkungen ist mit so einem Meldesystem nicht möglich.

Herdenimmunität

Die sogenannte Herdenimmunität ist eine Hypothese über die Ausbreitung von Infektionskrankheiten in einer Population (Herde). Dabei werden mathematische Modelle (SIR-Modelle) zur Vorhersage des zeitlichen Verlaufs von Krankheitsausbrüchen verschiedener Infektionskrankheiten herangezogen. Durch lösen der Modellgleichungen werden sogenannte stabile Zustände ermittelt. Bei einem solchen stabilen Zustand führen von außen infizierte Individuen in der simulierten Population immer zum Verschwinden der Infektionskrankheit. Die dazu notwendige Anzahl immunisierter Individuen ist dabei abhängig von der betrachteten Krankheit. Bei Masern werden schätzungsweise 95% Immunisierte benötigt. Nach dieser Logik könnten also 5% der Population empfänglich für die Masern sein, ohne das es beim Einschleppen der Masern zu einer Epidemie kommen würde (siehe Buch: "Infektionsepidemiologie - Methoden Surveillance Mathematische Modelle", Springer Verlag, 2003) .

Leider wird immer wieder die Anzahl der Immunisierten mit der Anzahl der Geimpften verwechselt. So wird die Wirksamkeit der Masernimpfung mit 95% angegeben (siehe Impfkompendium, aktuelle 8. Auflage, Kapitel 30.5.3 zur Wirksamkeit der Masernimpfung) . Das heißt wenn 100% der Bevölkerung geimpft werden würden, hätte man gerade die notwendige Immunisierung von 95% erreicht. Es müssten also alle geimpft werden, damit zumindest die schlechte Wirksamkeit des Masernimpfstoffes (Primäre Impfversager) kompensiert werden könnte. Ein Herdenschutz derer, die nicht geimpft werden können, ist mit den aktuellen Masernimpfstoffen offensichtlich nicht möglich.

Darüber hinaus ist für die oben beschriebene Stabilitätsbetrachtung zwingend notwendig, dass die geimpften Personen im Modell lebenslang vor der Erkrankung geschützt sein müssen, wie es bei einer natürlich durchgemachten Masernerkrankung der Fall wäre (SIR-Modell). Der Abfall der Antikörperspiegel über einen längeren Zeitraum nach der Masernimpfung und damit der Verlust der Schutzwirkung wird als sekundäres Impfversagen bezeichnet. Das sekundäre Impfversagen ist auch bei der Masernimpfung gut dokumentiert (DOI: 10.1016/j.vaccine.2011.08.081). Die Modellierung der realen epidemiologischen Vorgänge innerhalb der Bevölkerung, also mit den sekundären Impfversagern, führt zu einem anderen Modell (SIRS-Modell), bei dem sich theoretisch ein Gleichgewicht zwischen Empfänglichen, Infizierten und Immunisierten einstellt (endemisches Gleichgewicht). Eine bestimmte Anzahl in der Population ist also permanent an Masern erkrankt, viele davon symptomlos aber ansteckend.

Die Theorie der Herdenimmunität führt bei den Nichtimpfern zu sozialem Druck. Denn sie gefährden demnach nicht nur ihr eigenes Kind, sondern auch die Herde. Führend bei dieser Art der Berichterstattung ist die Psychologin Frau Prof. Cornelia Betsch, Mitglied der Nationalen Verifizierungskommission Masern/Röteln am Robert Koch-Institut (RKI). Sie erforscht Massenmanipulationsmethoden zur Erhöhung der Durchimpfungsraten (DOI: 10.1038/s41562-017-0056) .

Aufklärungsgespräch

Ärzte sind verpflichtet, die Impfwilligen individuell und vollständig über Nutzen und mögliche Risiken der einzelnen Impfstoffe aufzuklären und dies im Vergleich zu anderen möglichen präventiven und therapeutischen Maßnahmen (§§630a ff. BGB).

Eine seriöse Abschätzung von Nutzen und Risiko ist mit dem derzeit zugänglichen Datenmaterial zu Impfungen nicht möglich. Die einfache Bruchrechenaufgabe, Anzahl in der Bevölkerung real auftretenden Impfschäden zur Anzahl der verimpften Impfdosen je Impfstoff, um das statistische Risiko einer Impfung abzuschätzen zu können, ist mangels Daten nicht zu lösen. Ebenso ist der statistische Nutzen eines Impfstoffes, als mathematischer Bruch aus dem statistischen gesundheitlichen Vorteil der Geimpften im Vergleich zu Ungeimpften, nicht bekannt. Daraus folgt, dass auch der mathematische Bruch, Nutzen zu Risiko, nicht darstellbar ist. Dies ist aber die juristische Voraussetzung für jede Impfempfehlung und für jedes Aufklärungsgespräch. Somit ist ein juristisch korrektes Aufklärungsgespräch nicht möglich und niemals rechtswirksam.

Eine Aufklärung über die allgemeinen Risiken der Impfungen findet ebenso nicht statt, obwohl durch die Einführung der Impfungen ganz neue gesundheitliche Probleme entstanden sind. So ist es kein Geheimnis, dass der normalerweise von den Müttern an die Säuglinge weitergegebene Nestschutz durch die Impfungen verschwunden ist und nur dadurch die Zunahme der zum Beispiel komplikationsreichen Masernerkrankungen im Säuglingsalter erklärt werden kann, denn die Masernimpfung darf erst ab dem 11. Lebensmonat verimpft werden. Das gleiche gilt für die Verschiebung verschiedener Erkrankungen durch die Impfungen ins Erwachsenenalter, ebenfalls mit höheren Komplikationsraten. (siehe Impfkompendium, aktuelle 8. Auflage, Kapitel 30.1 zur Epidemiologie der Masernimpfung) .

Die Tatsache, dass ein Arzt ein Impfberatungsgespräch nur abrechnen kann, wenn anschließend auch geimpft wird (siehe Einheitlicher Bewertungsmaßstab der Kassenärztlichen Bundesvereinigung) , verdeutlicht die Voreingenommenheit der Ärzte, Krankenkassen und Politik in puncto Impfen. Eine ergebnisoffene Impfberatung findet praktisch nicht statt.

Das steht im Widerspruch zu den Anforderungen, an ein juristisch korrektes Aufklärungsgespräch und zum Recht auf die freie Therapiewahl durch den Patienten, in der Berufsordnung der Ärzte: „Jede medizinische Behandlung hat unter Wahrung der Menschenwürde und unter Achtung der Persönlichkeit, des Willens und der Rechte der Patientinnen und Patienten, insbesondere des Selbstbestimmungsrechts, zu erfolgen. Das Recht der Patientinnen und Patienten, empfohlene Untersuchungs- und Behandlungsmaßnahmen abzulehnen, ist zu respektieren.“ (siehe Berufsordnung der Landesärztekammer Baden-Württemberg) .

Forderungen der Impfkritiker

Wir fordern, dass die Kontroll- und Zulassungsbehörden anhand von unabhängigen doppelblind-placebo-kontrollierten Studien, mit echtem Placebo, die Sicherheit und über Langzeitstudien den Nachweis eines gesundheitlichen Vorteils der Geimpften im Vergleich zu Ungeimpften erbringen, so wie es bei der normalen Arzneimittelzulassung üblich ist.

Diese und weitere Forderungen an die Impfstoffzulassung sind bereits durch die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für unabhängige Impfaufklärung (DAGIA) formuliert worden. Inzwischen haben sich über 289 Ärzte und Apotheker (Stand April 2018) diesen Forderungen angeschlossen (siehe http://www.dagia.org) .

Die einzige echte doppelblind-placebo-kontrollierten Studie zur Sicherheit und Wirksamkeit eines Impfstoffes wurde 1976 bei Madras in Südindien von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) durchgeführt. Der große Feldversuch mit circa 260.000 Impflingen, davon die Hälfte mit einem echten Placebo, zeigte keinerlei Schutz vor der Tuberkulose-Erkrankung durch die Tuberkulose-Impfung. Die Geimpften erkrankten sogar häufiger an der Tuberkulose als die Ungeimpften (siehe PMCID: PMC2395884) .

Im Jahr 2000 wurde eine Studie veröffentlicht, die nach einer Diphtherie-, Tetanus- und Keuchhusten-Impfung (DTP) oder Polio-Impfung (OPV) (ohne Placebogruppe) eine um 84% höhere Kindersterblichkeit im Vergleich zu Ungeimpften ergab (siehe PMCID: PMC27544). In einer 2017 veröffentlichten Studie wurde sogar von einer 500% höheren Kindersterblichkeit nach einer Diphtherie-, Tetanus- und Keuchhusten-Impfung (DTP) und/oder Polio-Impfung (OPV) (ohne Placebogruppe) im Vergleich zu Ungeimpften berichtet (siehe PMCID: PMC5360569).

Zusammenfassung

Nicht die Impfungen an sich lehnen die Impfkritiker ab, sondern den Umgang der Impfstoffhersteller, der Kontroll- und Zulassungsbehörden und der Ärzte mit berechtigter Kritik. Eltern, die zusehen müssen wie ihr Kind nach einer Impfung degeneriert, wird gesagt: „Wir wissen nicht woher das kommt, aber mit der Impfung hat das ganz bestimmt nichts zu tun“ . Niemand glaubt ihnen. (siehe z.B. Verein „IN-ES“, Abkürzung für „Impfnebenwirkung – Elterlicher Sorgerechtsentzug“ , http://www.in-es.info).