Impfkompendium

von Heinz Spiess (Herausgeber), Ulrich Heininger (Herausgeber), Wolfgang Jilg (Herausgeber), Klaus Cichutek (Mitwirkender), Christoph Conrad (Mitwirkender)

Einer der Herausgeber, Prof. Dr. Ulrich Heininger, ist aktives Mitglied der Ständigen Impfkommision (STIKO) des Robert-Koch-Instituts (RKI).

Wir empfehlen allen impfenden Ärzten besonders das Rechtskapitel "Aufklärung vor Schutzimpfungen" (Kap. 5) zu lesen, da sich mit dem 2013 erlassenen Gesetz zur Verbesserung der Rechte von Patientinnen und Patienten die Aufklärungspflichten verschärft haben. "Danach muss (!) die Aufklärung mündlich durch den Behandelnden oder Person erfolgen, die über die zur Durchführung der Maßnahme notwendige Ausbildung verfügt; [nur!] ergänzend kann auch auf Unterlagen Bezug genommen werden, die der Patient in Textform erhält, insoweit ist das Prinzip der mündlichen Aufklärung auch im Falle von Routineimpfungen nunmehr ausnahmslos zu befolgen."

Nachdenklich macht uns unter anderem das Unterkapitel "Immungedächnis" (Kap. 2.1.7), Zitat: "(...) Bei der aktuellen Entwicklung  von Impfstoffen tritt die Schwierigkeit auf, dass der Antikörpertiter respektive die Antikörperkonzentration nicht in jedem Fall eine zuverlässige Aussage über den Impferfolg zulässt. In Abbhängigkeit von Pathogenen können auch andere spezifische Komponenten des Immunsystems (T-Zellen, natürliche Killerzellen) relevante Beiträge leisten oder sogar die Hauptlast der Pathogenabwehr tragen. In dieser Situation versagen z.T. die methodischen Möglichkeiten, ein aussagekräftiges Korrelat für eine protektive Immunisierung zu finden. Neben der methodischen  Limitation stößt unser derzeitiges Wissen - über die immunologische Auseinandersetzung mit relevanten Pathogenen (Denguevirus, HIV, u.a.) sowie die grundsätzliche Modulierbarkeit des Immunsystems - an seine Grenzen. (...) Darüber hinaus relevant, jedoch nur lückenhaft beschrieben, ist der Verbleib der T- und B-Gedächniszellen, sowie in physiologisch- anatomischer Hinsicht als auch hinsichtlich des systemisch geregelten Gesamtbestand an T- und B-Zellen (...)"

Wer dieses Kompendium aufmerksam und undogmatisch liest findet viele weitere kritische Argumente, die nicht gerade für die Impfungen sprechen. Zum Beispiel wird offen von der Altersverschiebung (schutzlose Bevölkerungsgruppen durch Impfungen, da Wirkdauer zu kurz) und zerstörtem Nestschutz durch Impfungen berichtet, was die Impfkritiker oft thematisieren, aber im öffentlichen Raum nicht diskutiert wird. Zitat Kap. 30.1 zu der Masernimpfung: "Auffällig ist eine Altersverschiebung bei den Erkrankten in den letzten Jahren in Deutschland. (...) Vergleichsweise hoch ist andererseits auch der Anteil der erkrankten Kinder unter 1 Jahr. In dieser Altersgruppe ist die altersspezifische Inzidenz deutlich höher als die Gesamtinzidenz, was wahrscheinlich auf eine verkützte oder sogar fehlende maternale Leihimmunität der Säuglinge zurückzuführen ist. Gründe dafür sind im Vergleich zur Vorimpf-Ära niedrigere Antikörpertiter durch die Impfung, vor allem bei nur einmal geimpften Müttern, fehlende "Boosterung" durch den Wildviruskontakt oder auch fehlende Impfungen. [Anmerkung: Argumentation widersprüchlich und beschönigend !!!]"

In unserem Positionspapier verweisen wir vielfach auf Inhalte des Impfkompendiums.


STIKO@rki - Impf-App (mit Beipackzetteln aller Impfstoffe)

Die steuerfinanzierte, für die Pharmaindustrie kostenlose, Produktwerbung für die Medikamentengruppe Impfstoffe der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat nun ihren Höhepunkt in ihrer einseitigen Propagandaaktion "Deutschland sucht den Impfpass" gefunden. Propagandistisch, weil in dem Werbematerial nur sehr allgemein und verharmlosend auf die möglichen Nebenwirkungen eingegangen wird. Der Hinweis, dass ein kausaler Zusammenhang der beobachteten Nebenwirkunegn mit den Impfstoffen nicht bekannt ist, kann nicht als Beweis für die Ungefährlichkeit angeführt werden, denn ein Impfschaden ist definitionsgemäß dann anzunehmen, wenn keine andere Ursache als die Impfung für den Schaden gefunden werden kann. Die Plakate und Werbungen in den Printmedien enthalten überhaupt keinen Hinweis auf mögliche Nebenwirkungen. Ebenso wird nicht auf die großen Wissenlücken in den Fachgebieten der Immunologie, Virologie, Toxikologie und den offenen Fragen bei der Immunsystemreifung bei Kleinkindern eingegangen.

Nur beim Medikament Impfstoff muss der allgegenwärtige Hinweis: "Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!" nicht angegeben werden.

Der Aktion "Deutschland sucht den Impfpass" haben die Impfkritiker inzwischen zwei Aktionen entgegengestellt: "Deutschland verbrennt den Impfpass" und "Deutschland sucht den Beipackzettel".

Denn es ist üblich beim sogenannten "Aufklärungsgespräch" den Patienten den Beipackzettel und die Fachinformationen vorzuenthalten, denn darin sind die Nebenwirkungen aufgeführt, die Ihr Arzt abstreitet und erfahrungsgemäß als mögliche Impfnebenwirkung ablehnt. Oft findet man Nebenwirkungensangaben im Beipackzettel ohne Angabe der Häufigkeiten. Damit kann eine sichere Risiko-Nutzen-Abwängung nicht erfolgen. Auch die abstrusen Methoden der Zulassungsstudien sind darin meist klar benannt. Die seltsamen Zusatzstoffe findet man dort ebenfalls. Das alles könnte ihren Arzt in Erklärungsnot bringen. Das ist vermutlich der Grund, warum Sie nie einen Beipackzettel vor einer Impfung bekommen haben. Verlangen Sie beim nächsten Impftermin den Beipackzettel und die Fachinformation und nehmen Sie diese mit nach Hause und entscheiden Sie sich in Ruhe. Das ist Ihr gutes Recht.

Nun gibt es ein Computerprogramm auch für Handys, über das man die neusten Fachinformationen (Umfangreicher als der Beipackzettel) einfach abrufbar sind. Es nennt sich STIKO@rki - Impf-App und wird vom Robert Koch-Institut (RKI) herausgegeben. Ebenso ist der aktuelle Impfkalender der STIKO und Ratgeber zu den impfpräventablen Krankheiten und vieles mehr über das Programm abrufbar. Nachfolgend die Download Links für die verschiedenen Endgeräte:

Download Link zur iOS-App

Download Link zur Android-App

Download Link zur Win10-App


Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland

Artikel 1

(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.

Artikel 2

(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.

Artikel 3

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Artikel 4

(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

(3) Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.

Artikel 5

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

Auszug aus dem Deutschen Grundgesetz


Berufsordnung der Landesärztekammer Baden-Württemberg

Die Berufsordnung der Landesärztekammer Baden-Württemberg verbietet den Ärzten Patienten wegen einer Ablehnenden Haltung gegenüber Impfungen zu benachteiligen. Siehe §7 Behandlungsgrundsätze und Verhaltensregeln, Absatz 1: "Jede medizinische Behandlung hat unter Wahrung der Menschenwürde und unter Achtung der Persönlichkeit, des Willens und der Rechte der Patientinnen und Patienten, insbesondere des Selbstbestimmungsrechts, zu erfolgen. Das Recht der Patientinnen und Patienten, empfohlene Untersuchungs- und Behandlungsmaßnahmen abzulehnen, ist zu respektieren."


Impfen, bis der Arzt kommt

von Dr. Klaus Hartmann

Nach der Pandemie ist vor der Pandemie. Jährlich warnen Medien und Behörden vor immer neuen gefährlichen Krankheiten, gegen die wir uns unbedingt impfen lassen sollen. Was steckt hinter diesem Trend? Begründete Sorge um die Gesundheit der Bevölkerung oder Profitgier der Pharmakonzerne? Der international renommierte Experte für Impfschäden Dr. med. Klaus Hartmann, der unter anderem 10 Jahre im Paul-Ehrlich-Institut (PEI) im Referat für Arzneimittelsicherheit beschäftigt war, legt als Insider die fragwürdigen Mechanismen der Zulassung und Empfehlung von Impfungen offen, damit wir uns selbst ein Bild von den möglichen Risiken machen können.


Nachfolgend ein sehr interessantes ungekürztes Interview mit Dr. Klaus Hartmann vom Mai 2013, welches für den Film "Wir impfen nicht" aufgenommen wurde.


Erfahrungen eines Gutachters über Impfschäden in der Bundesrepublik Deutschland von 1955-2004

von Prof. Dr. Wolfgang Ehrengut

Kein anderer als Wolfgang Ehrengut hätte in Deutschland dieses Buch schreiben können. Als Professor für Impfwesen und langjähriger Leiter der Hamburger Impfanstalt ist seine Erfahrung auf dem Gebiet der Schutzimpfungen hierzulande wohl einzigartig. Das gilt ebenfalls für die Verdachtsfälle unerwünschter Reaktionen und Komplikationen, deren Erfassung und Bewertung ein äußerst komplexes und sensibles Feld der Medizin darstellt. Im vorliegenden Buch läßt uns der Autor an seinem Erfahrungsschatz teilhaben, den er in 50 Jahren Gutachtertätigkeit angesammelt hat.

Das Buch gibt zunächst einen einführenden Überblick über die "typischen" Impfkomplikationen.

Des weiteren werden die Auffassungen verschiedener Gremien in Deutschland und den USA zum Thema Impfschäden dargestellt. Sehr spannend liest sich der Teil, in dem auf die Rolle der Pharmaindustrie bei der Bewertung von Impfschadens-Verdachtsfällen eingegangen wird. Abschließend diskutiert Professor Ehrengut Aspekte der Impfstoffsicherheit, u.a. die Frage, ob 6-fach Kombinationsimpfstoffe wirklich gut verträglich sind oder ob die Hepatitis B-Impfung für Kleinkinder epidemiologisch sinnvoll ist.

Wie aus der Fachliteratur bekannt ist, melden in der Erkennung von unerwarteten Arzneimittelwirkungen (UAW) geschulte Ärzte 17 Mal häufiger als ungeschulte (DOI:10.1001/jama.1990.03440130073028). Leider werden die angehenden Mediziener nicht in der Diagnostik von unerwarteten Arzneimittelwirkungen ausgebildet und können diese deshalb oft auch nicht richtig zuordnen. Vielleicht hilft dieses Buch dem Einen oder Anderen Mediziner entsprechende Wissenslücken bezüglich möglicher Impfnebenwirkungen zu schließen.


Miller's Review of Critical Vaccine Studies

von Neil Z. Miller und PhD Gary Goldman
Die Autoren haben 400 kritische Studien (peer-reviewed) zum Thema Impfen zusammengetragen. Leider wurde dieses aufschlußreiche Buch noch nicht ins Deutsche übersetzt. 

Primum non nocere ist Lateinisch für "Zuallererst nicht schaden", eines der Prinzipien der Medizin. Jedoch gibt es eine große Anzahl wissenschaftlicher Studien, die die Sicherheit der Impfungen in Frage stellen. Zum Beispiel beschreiben mehrere Studien in diesem Buch das Quecksilber und Aluminium in Impfstoffen neurologische-, immunologische- und Entwicklungsstörungen zur Folge haben können. Weitere im Buch aufgeführte Studien zeigen, dass Kinderimpfungen mit einem erhöhtem Risiko für Krebs, Allergien, Krampfleiden, Blutgerinnungsstörungen und Diabetis Typ I in Verbindung gebracht werden.

Die Studien (peer-reviewed) in diesem Buch zeigen auch dass...

  • Eine durchgemachte Masern- und Mumpserkrankung die Wahrscheinlichkeit eines schweren Herzinfakts oder Hirnschlags zu bekommen verringert .
  • Die Keuchhustenimpfung zu einer Resistenz gegenüber eines neuen gefährlichen Keuchhustenvirus-Mutanten führt .
  • Die Windpockenimpfung zu ener Reduzierung der Windpocken aber zu einer Zunahme der Gürtelrose führt.
  • Kinder ein erhöhtes Risiko eines Krankenhausaufentaltes nach Erhalt einer MMR-Impfung haben.
  • Auch geimpfte Personen Krankheiten übertragen können (ohne dass es zu einem erkennbaren Ausbruch kommt, das nennt man sekundäre Impfversager) und damit die Theorie der Herdenimmunität zu einem unrealistischen Ziel wird.
  • Viele Ärzte und medizinisches Personal sich nicht impfen lassen, da sie auf Grund der beobachteten Impfnebenwirkungen beunruhigt sind.
  • Eltern die ihre Kinder nicht impfen lassen meist einen höheren Bildungsabschluß haben.

Schwarzbuch Impfen

Das Schwarzbuch Impfen ist erstmals bei der Nationalen Impfkonferenz im Juni 2015 an die Teilnehmer verteilt worden. So konnte jeder Teilnehmer nachlesen, dass die Bedenken von Impfkritikern und Impfgegnern keineswegs irrational sind. Die meisten der aufgeführten Zitate entstammen nämlich dem Bundesgesundheitsblatt und dem Epidemiologischen Bulletin, beide herausgegeben von den obersten Gesundheitsbehörden.

Die Reaktionen vor Ort gingen von Ablehnung bis zu Erstaunen. Einzelne Teilnehmer lasen das Schwarzbuch über Nacht. Ein Referent wies sogar ausdrücklich auf das Schwarzbuch hin und empfahl den Teilnehmern dieses zu lesen.


Bessere Ärzte, bessere Patienten, bessere Medizin

Entgegen der allgemeinen Annahme besteht das Hauptproblem bei der gerechten Verteilung von Gesundheitsleistungen nicht in einem Mangel an Geldmitteln, sondern es fehlt an Wissen – sowohl auf der Seite der Ärzte als auch der Patienten!

Die Autoren zeigen auf, dass viele Ärzte und die meisten Patienten die verfügbaren Informationen zur Diagnostik und Therapie von Krankheiten nicht verstehen. Besonders in dem zentralen Thema der Risiko-Nutzen-Relationen von medizinischen Untersuchungen oder Behandlungen sind viele Ärzte wahre „Risiko-Analphabeten“. Dieses fehlende Verständnis ist besonders fatal, da das Marketing für Untersuchungs- und Behandlungsverfahren genau diesen Umstand ausnutzt und sich häufig auf irreführende Statistiken stützt. Das hat zur Folge, dass beispielsweise Millionen damit verschwendet werden, dass an Frauen, denen die Zervix entfernt wurde, weiterhin Pap-Abstriche zur Krebsfrüherkennung durchgeführt werden. Und die Strahlenbelastung durch die übermäßige – und oft unnötige – Nutzung von CTs führt jedes Jahr zu Zehntausenden neuen Krebserkrankungen.

Die Autoren dieses Werkes beleuchten auch die Ursachen dieser Entwicklungen: Zum einen werden die Schwerpunkte in der medizinischen Forschung – häufig mit profitorientiertem Blick auf sogenannte Blockbuster-Medikamente – von der Industrie selbst gesetzt, während die Ausbildung der Ärzte oft nicht ausreicht, wissenschaftliche Ergebnisse einzuordnen. Hinzu kommen Interessenskonflikte, die zu irreführender Berichterstattung in medizinischen Zeitschriften, in Patientenbroschüren und den Medien führen. Und schließlich fühlen sich viele Ärzte aus Angst vor dem Patienten als möglichem Kläger zu defensiver Medizin genötigt und führen unnötige MRTs oder CTs durch oder verschreiben Medikamente, die dem Patienten am Ende mehr schaden als nutzen.

Doch es geht den Autoren nicht darum, einzelne Industriezweige, Politiker oder Ärzte an den Pranger zu stellen. Stattdessen analysieren sie ein System, das nicht immer das bestmögliche Ergebnis für den Patienten zum Ziel hat – und zeigen konkrete Verbesserungsmöglichkeiten auf:

  • Wie kann Forschungsfinanzierung transparent und patientenorientiert gestaltet werden?
  • Welchen Richtlinien können Journalisten folgen, wenn sie über Gesundheitsthemen berichten?
  • Wie kann die medizinische Ausbildung verbessert werden?

Antworten auf diese Fragen weisen den Weg zu einem aufgeklärteren Gesundheitssystem, in dem Ärzte und Patienten aus Forschungsergebnissen die richtigen Schlüsse ziehen können und mit informierten Entscheidungen eine bessere medizinische Versorgung möglich machen.


Nachfolgen ein Vortrag von Prof. Gerd Gigerenzer über die Ärztliche Risikokompetenz:


Der gekaufte Staat: Wie Konzernvertreter in deutschen Ministerien sich ihre Gesetze selbst schreiben

Sie schreiben Gesetze, sitzen in Ministerien, bezahlt von Konzernen. Früher nannte man das Korruption. "Selten hat ein Sachbuch sichtbare Folgen. Allein das macht die Recherche zu einem journalistischen Erfolg." (Süddeutsche Zeitung) – Die Recherchen der Autoren veranlassten den Bundesrechnungshof, ihre Prüfer erstmals in alle Bundesministerien zu schicken, und die Bundesregierung, neue Verwaltungsvorschriften zu erlassen. Mehr als hundert Vertreter deutscher Großkonzerne haben in Bundesministerien eigene Schreibtische bezogen. Bezahlt werden sie von den Unternehmen. Sie arbeiten an Gesetzen mit und sind politisch immer am Ball. Die Unabhängigkeit staatlicher Entscheidungen ist in Gefahr – und damit die Demokratie selbst. Vom Fluglärmgesetz über die Legalisierung der Heuschreckenfonds, den Ausverkauf öffentlicher Projekte an Baukonzerne, das Energiewirtschaftsgesetz, die Gesundheitsreform bis hin zu milliardenschweren Investitionsprojekten wie der Lkw-Maut – immer hatten Großkonzerne bezahlte Mitarbeiter in Ministerien platziert. In Hessen kontrollieren vom Flughafenkonzern Fraport selbst bezahlte "Leihbeamte" sogar die Einhaltung des Nachtflugverbotes. Auch die EU-Kommission greift auf "U-Boote" der Industrie zurück: Im Fall der EU-Chemikalienrichtlinie REACH war ein BASF-Mitarbeiter sogar erst in der EU-Kommission, dann im Bundeswirtschaftsministerium, um die Chemierichtlinie im Sinne der Industrie zu beeinflussen. Wer wirklich hinter die Kulissen dieser Schattenregierung blicken will, stößt zumeist auf eine Mauer des Schweigens. "Die Rechercheleistung von Adamek und Otto ist beachtlich. Sie legen die Einflusskanäle der Wirtschaft auf staatliche Entscheidungen offen und prangern demokratische Regelverstöße an."

Nicht im Buch enthalten, aber thematisch passend sind die Verstrickungen der STIKO mit der Pharmaindustrie. Dazu ein Interviewausschnitt und der darin genannte Wikipedia Eintrag, sowie eine Podiumsdiskussion mit STIKO Mitgliedern:


Aus der Wikipedia , Stand 04.07.2018:

Durch die Einführung der Kostenübernahme der von der STIKO empfohlenen Impfungen in der Gesundheitsreform am 1. April 2007 haben die Empfehlungen der STIKO Einfluss auf die Kosten des Gesundheitssystems und auf den Umsatz von pharmazeutischen Produkten.

Kritiker fordern bereits seit längerem die vollständige finanzielle Unabhängigkeit der Mitglieder der STIKO von Impfherstellern, die gesetzlich jedoch nicht vorgeschrieben ist. In diesem Zusammenhang wird eine mangelnde Transparenz bei Arbeitsweise und Nebentätigkeiten von Mitgliedern bemängelt. 12 von 16 Mitgliedern der STIKO wurden solche Nebentätigkeiten für Pharmaunternehmen oder von diesen unterstützten Organisationen im Jahr 2009 vorgehalten. Neuen Antrieb erhielt diese Debatte, als im Herbst 2007 Heinz-Joseph Schmitt seinen Vorsitz der STIKO niederlegte und einen Posten in der pharmazeutischen Industrie annahm. Er ist nun bei Novartis tätig.

Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen stellte zu diesen Unklarheiten im Oktober 2007 eine kleine Anfrage (16/6718) an die Bundesregierung, in der ein Katalog von Fragen zur Arbeitsweise der STIKO vorgelegt wurde. Die Bundesregierung sah in ihrer Antwort keine Kritikpunkte an der Arbeit der Impfkommission, stellte aber in Aussicht, potenzielle Interessenskonflikte der Kommissionsmitglieder zukünftig zu veröffentlichen. Diese sind mittlerweile im Online-Auftritt der STIKO aufgeführt.

Die Organisation Transparency International stellte im Jahr 2009 zur STIKO fest, „dass die Mehrzahl der derzeit 16 Mitglieder mehr oder minder intensive Kontakte, darunter auch bezahlte Tätigkeiten, zu den wichtigsten Herstellern von Impfstoffen haben.“

Nachfolgend noch eine Podiumsdiskussion unter anderem mit STIKO Vorsitzenden Prof. Dr. Thomas Mertens und STIKO Mitglied Dr. Martin Terhardt . Deren Aussagen zeigen wie unwissenschaftlich die STIKO arbeitet. Sie bemängeln selbst, dass sie zu wenig Mittel und Personal für ihre Arbeit bekommen, dass das von den Impfstoffherstellern gelieferte Datenmaterial für die Impfempfehlungen mangelhaft sei und sie lieber Einzelimpfstoffe hätten, aber die Pharmaindustrie diese nicht herstellen wollen. Studien, die negative Auswirkungen der Impfungen aufzeigen, werden einfach ignoriert.